„Candle-Light-Dinner halt ohne Candle“

Dinner in the Dark – im Fernsehen gesehen und mal kurz erwähnt, dass das sicher interessant ist… und schon bekam ich dieses Erlebnis von meinem Schatz geschenkt. Als Candle-Light-Dinner halt ohne Candle :-) Also ab mit den Franken nach Berlin. Bei Freunden genächtigt und gerätselt, wie das wohl werden wird… Losgefahren und festgestellt, dass Berlin eine Stadt voller Baustellen ist. Dennoch pünktlich angekommen und von einem netten Herrn an der Bar bedient. Der erste Kontakt mit einem Blinden… Getränke bestellen und Essen aussuchen. Alles noch im Hellen, aber nicht weniger mysteriös. Die Gerichte sind blumig umschrieben und wir konnten wirklich vorher nicht herausfinden, was uns kulinarisches da erwarten wird… Dann gehts los. Mit einem supernetten Kellner ab im Gänsemarsch durch die Dunkelheit. Mit Betreten des Raumes war alles anders. Wir waren auf einmal die „anderen“ und es war ein seltsames Gefühl. Unser Kellner war superlustig und hat uns die Anspannung genommen. Der hilfreiche Tipp „Ihr bekommt Salat keine Suppe, dann nehmt die Finger – sieht ja keiner“ hat uns schier laut lachen lassen. Das Menü war sehr lecker und ich bin froh, dass niemand uns beobachten konnte, denn vom Teller des anderen zu naschen war doch etwas schwieriger als sonst. Unsere Empfindungen waren auf einmal völlig anders, weil wir nicht sagen können, wie groß der Raum wirklich war und wieviele Menschen mit uns aßen. Ein Erlebnis, was jeder mal erleben sollte und das einem das Sehen doch kostbarer erscheinen lässt.

Marika Kunath, 21.01.2008 aus Berlin

Veröffentlicht in Essen & Trinken

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